Wild umstritten: Voodoo-Technik made in Austria @ gwup | die skeptiker

Gabriel-Chip = Voodoo-Technik?

Quelle: Wild umstritten: Voodoo-Technik made in Austria @ gwup | die skeptiker

Österreich hat auf dem Gebiet der Para- und Pseudowissenschaften einiges zu bieten, weiß Ulrich Berger, GWUP-Mitglied und Professor für Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ein Blick ins Paranoptikum: Austrias Alternativmediziner erfinden Apparaturen, die angeblich “Lebens-Energie” herstellen. Gestandene Universitätsprofessoren bewerben esoterische Amulette. Honorige Herren aus Wissenschaft und Wirtschaft eröffnen Kongresse von Perpetuum-Mobile-Bastlern. Und das Wissenschaftsministeriums zeichnet wirkungslose Produkte von selbsternannten Naturforschern aus …

 

Was meinst du eigentlich genau mit “Voodoo-Technik”? Was soll man darunter verstehen?

Ulrich Berger: Abgeleitet ist dieser Begriff vom Titel von Robert Parks Buch “Voodoo Science – The road from foolishness to fraud” [deutscher Titel: Fauler Zauber. Betrug und Irrtum in den Wissenschaften]. Es handelt sich also um Technik, die sich auf Pseudowissenschaft gründet und keine spezifische Wirkung hat. Meistens verletzt sie den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Wie beim Voodoo beruht die angebliche Funktion auf einer “magischen Fernwirkung”, sei es durch mysteriöse “Schwingungen”, wie beim Granderwasser, durch unbekannte “Raumenergie”, wie beim Aquapol-Gerät, oder durch eine geheimnisvolle “Resonanz”, wie beim Gabriel-Chip.

Wie kommt ein Wirtschaftswissenschaftler wie du überhaupt dazu, sich kritisch mit Homöopathie, freier Energie, Wünschelruten etc. zu befassen? Kannst du als Ökonom zu so fachfremden Gebieten überhaupt fundierte Aussagen machen?

Hier geht es zum vollständigen Interview

 

Hat jemand Erfahrung, Voodoo – HIFI-FORUM

Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass die klangoptimierende Wirkung der Gabriel-Technologie nicht allgemein wissenschaftlich anerkannt ist.

Rechtlicher Hinweis der Gabriel-Tech GmbH!


„Perfect Sound blue chip“

Forum zum Unfug des Klangverbesserungs-Chips

Quelle: Gabriel Chips – hat jemand erfahrung, Voodoo – HIFI-FORUM

Offensichtlich ist das intellektuelle Niveau hier doch zu hoch, als dass jemand ernsthaft solchen Unfug auch noch ausprobieren müsste…

 

Es genuegt ein wenig technisches Grundwissen, um zu erkennen, dass die „Gabriel-Chips“ einfach nicht funktionieren koennen.

Ich nehme also ein Stueck selbstklebende Alufolie oder sowas aehnliches und klebe das auf den Gehaeusedeckel des Geraetes, der gewoehnlich aus Stahlblech von ca. 0,75mm Dicke ist.

Wie soll das wirken?

Dann soll der „Chip“ im Bereich der Niederfrequenz wirken.
Um das zu erreichen, muss er eine bestimmte Mindestgroesse im Bezug auf die verwendete Wellenlaenge haben. Gesetzt den Fall, die Funktion sei elektrischer Natur, dann reicht die Wellenlaenge von etwa 8000km bis hin zu 15km. Wir brauchen aber mindestens 1/4 dieser Strecke, um irgendwie wirksam zu sein.
Selbst fuer „Handystrahlung“ mit 30 bzw. 15cm Wellenlaenge sind die Papperl etwas klein.

Wie soll das wirken?

Nein, ueber so einen Unsinn aus der Eso-Ecke lohnt es nicht, laenger zu diskutieren.

Und wenn es „Erfahrungsberichte“ von diesen Dingern geben sollte, dann werden die ueberwiegend positiv sein.
Niemand will zugeben, fuer einen Haufen Geld wirkungslose Aufkleber gekauft zu haben….

Und weiter auf hifi-forum.de/viewthread-18-1058.html

Meine Ansicht: Wissenschaftlich gesehen kann es nicht funktionieren. Ob man trotzdem etwas hoert, kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen. Mein teures Geld fliesst in andere Dinge, ueber deren klangliche Auswirkung ich mir ganz sicher bin wie z.B. Elektronik, Raumakustik, CDs mit guten Aufnahmen.

 

Wenn ich eine Beschreibung der FUnktionsweise lese, die offensichtlich physikalischer Unsinn ist, jeder Grundlage entbehrt, und nicht einmal von STEREO zumindest messtechnisch nachvollzogen werden konnte, dann stellt sich mir schon die Frage, warum ich etwas das noch testen soll. Hinzu kommt, dass das Vokabular zur Beschreibung der Funktionsweise ganz offensichtlich aus dem Esoterik-Bereich kommt, speziell hier der Geomantie bzw. Geomantik.

Wenn ich Dir erzähle, ich hätte einen neuen Benzinzusatz erfunden, der die „Benzinmoleküle“ durch Zufügen positiver Urenergie aus Kristallen harmonisieren würde, wodurch sie mehr Energie abgeben und der Benzinverbrauch damit halbiert würde, würdest Du mir das glauben, 200 Euro für 50ml Testsubstanz ausgeben – und das dann in den Tank schütten?
(Reicht dann für 50-100 Tankfüllungen, wenige Tropfen genügen!) Oder würdest Du das für offensichtlichen Blödsinn halten?

 

Ich (Physik-Student)hab mir das Ding grad mal kurz angeschaut und mußte sogar kurz grinsen… da verkauft doch tatsächlich jemand ein Stückchen Alu mit Klebefolie (für 125€ !!!) als Elektrosmog-Stopper *hihihi* Was soll man noch groß dazu sagen, außer: Respekt, da hätt man selbst drauf kommen müssen *g*
Im Ernst: Geräte mit Metallgehäuse dürften an sich schon ganz gut gegen Strahlung isoliert sein, wer möchte, kann seinen Verstärker bestimmt auch in Alufolie einpacken (und immer schön auch den eigenen Kopf umwickeln, sonst können die Aliens die eigenen Gedanken lesen!!1eins), aber das kleine Aufkleberchen auf der Geräterückseite sollte nur messbare Änderungen am eigenen Kontostand hinterlassen…

 

Die Wirksamkeit des Produkt wurde mit einem Patent und einer wissenschaftlichen Studie eines unabhängigen Instituts beworben. Beides erwies sich bei genauer Betrachtung als Luftnummer, und die Wirkung des Chips konnte auch nicht nachgewiesen werden.

 

Ich habe zwei mal an Workshops von Stereo teilgenommen. Matthias Böde arbeitet sehr stark mit suggestiven Mitteln, vermutlich nicht mal mit Absicht. Man kriegt meist direkt gesagt, was sich denn nun ändern würde „Hören sie mal auf den Bass, ist das nicht der Hammer?“ und schon hört man einen kräftigeren Bass.
Das blöde ist, es funktioniert und selbst wenn man sich dessen bewusst ist, kann man sich kaum dagegen wehren. Ist mir selbst bei einer Netzsteckerleiste passiert, ich bin fast vom Glauben abgefallen, um so viel verbessert empfand ich den Bassbereich. Ich habe schon ernsthaft darüber nachgedacht, wie ich meiner Frau beibringe, 300 Euro für einen Stromverteiler auszugeben. Der Händler hat mir die Leiste dann ausgeliehen und zu Hause habe ich meine Frau umstöpseln lassen, so dass ich nicht wusste, was läuft und kommentarlos. Da hörte ich nichts mehr, nicht einmal mehr einen winzigen Verdachtsmoment.

Dass „jeder hats gehört“ darf man nicht wörtlich nehmen, hier schreibt Stereo eindeutig Unsinn. Ich habe einen Test erlebt (Simba-Klammer) bei dem gefragt wurde, wer denn die Verbesserung gehört habe. Ganze zwei Teilnehmer meldeten sich, sonst ratlose Gesichter. Zu meinem Sitznachbarn habe ich anschließend gesagt, ich habe keinen Unterschied gehört. Er schien regelrecht erleichtert zu sein, nicht als einziger nichts gehört zu haben.
In der nächsten Stereo-Ausgabe war dennoch zu lesen, die Klammer habe allgemeine Zustimmung und großes Erstaunen ausgelöst.

Der HiFi-Zirkel ist eine eigenartige Welt, fast eine Religionsgemeinschaft. Eher gesteht ein Latin Lover, seit Jahren impotent zu sein als dass ein HiFi-Freund zugibt, bei einer Tuningmaßnahme keinen Unterschied zu hören. Angst vor Exkommunikation?
In der Not helfen nichtssagende Standardfloskeln. „Mehr Struktur“, „bessere Raumabbildung“, „feiner aufgelöste Höhen“ passt eigentlich immer irgendwie und schon gehört man wieder dazu.

 

Entspannt zurücklehnen, durchlesen und ablachen

Kurz gefasst: Ein Stückchen Kunststoff mit Metall beschichtet, dass Elektrosmog eindämmen soll, indem es die Störungen des Erdmagnetfeldes durch Elektrogeräte wieder harmonisiert. Man klebt die kleinen Chips auf LS, CD-Player, Verstärker, Netzleiste, Sicherungskasten, Handy usw. usf. Siehe auch Esoterik, Geomantie …

 

Auch Magazine im ZDF (WISO) und auf N§ haben sich der Sache schon angenommen, mit entsprechend vernichtendem Resultat. Dort ging es allerdings nicht um den Audiobereich.

 

Der Gutachter Walter Medinger

Der Feldprozessor-Prozess

Quelle: psiram.com/ge/index.php/Feldprozessor

Der bereits wegen des Verkaufs unwirksamer Sen-Tropfen an Krebskranke verurteilte Erfinder und Hersteller wurde 2004 wegen mehrfachen Betruges zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er noch während der Bewährungszeit einer früheren Verurteilung die wirkungslosen Feldprozessoren ab 2000 „mit krimineller Energie“ (Zitat Urteil Landgericht) hergestellt und für rund 300 Euro verkauft hatte. Wegen Fluchtgefahr und „guter Beziehungen ins Ausland“ erließ die Wirtschaftsstrafkammer Haftbefehl, so dass der Angeklagte den Gerichtssaal in Handschellen verlassen musste. Wegen des Verkaufs von unwirksamen und nicht zugelassen Sen-Tropfen an Krebskranke war Kampe bereits zuvor zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.[7][8][9][10]

Als unabhängiger und beauftragter Gutachter (Sachverständiger nach §220 StPO) zum Feldprozessor war Walter Medinger aus Linz nach Gießen angereist und hatte am 27. August 2004 sein Gutachten vorgelegt. Obwohl Medinger andere Gutachten im Internet präsentiert, ist dieses Feldprozessor-Gutachten im Internet nicht auffindbar. Medinger war bereits zwei Jahre zuvor als Gutachter in Sachen Gabriel-Chip in Erscheinung getreten, einem dem Feldprozessor sehr ähnlichen Produkt. Medinger prüfte den Gabriel-Chip nach einer eigens von ihm dafür geschaffenen Messmethode. Medinger, der gleichzeitig im Vorstand eines Vereins namens Gabriel-Forschungsgesellschaft war, erklärte den Gabriel-Chip von Amts wegen für wirksam. In den Medien geriet der ebenfalls wirkungslose Gabriel-Chip negativ in die Schlagzeilen: In der ZEIT erschien ein Artikel mit dem Titel Humbug fürs Handy. Mit obskurer Technik gegen den Elektrosmog versuchen Scharlatane Geld zu machen. In der FAZ hieß es: Humbug auf hoher Ebene. Purer Unfug: Der Gabriel-Chip als „Handy-Strahlen-Neutralisator“, ein Bericht des ZDF-Magazins WISO trug den Titel Folie schützt nicht vor Handystrahlung. Prof. Jiri Silny von der RWTH Aachen hatte den Gabriel-Chip untersucht und keinerlei Effekte feststellen können.

Medinger, der weder Physiker noch Mediziner ist, übernachtete während des Feldprozessor-Prozesses im Hause seines angeklagten Bekannten, aß dort zu Abend und ließ sich von ihm chauffieren.[11] Im Prozess engagierte sich Medinger wortreich für den Feldprozessor seines Bekannten Kampe und erläuterte, nach welchen komplizierten physikalischen Gesetzen die vom Angeklagten hergestellten Feldprozessoren „zur Abwehr von Handystrahlen“ angeblich wirkten. Eine Menge High-Tech stecke in den Aluminiumplättchen. Bei der Fertigung sei angeblich auch ein Gerät involviert, das Gravitationswellen in Schallwellen umwandele.[12] Medinger wurde schließlich vom Gericht wegen Befangenheit als Gutachter abgelehnt; nach Ansicht des Gerichts basierten seine komplizierten Ausführungen nicht auf etablierten Methoden der Physik.