„Halten „Wunderchips“ zum Harmonisieren von Mobilfunkstrahlen, was sie versprechen?

Halten sie nicht!

Diese „Wunderchips“ heißen  beispielsweise Biotron-Chip oder Gabriel-Chip. Sie versprechen, Mobilfunkstrahlung durch Harmonisieren unschädlich und für Menschen verträglich zu machen.
Messungen haben aber ergeben, dass sich an der Art und Intensität des Elektrosmogs nichts ändert. „Ich halte es für sehr bedenklich, dass sich die Menschen durch die Chips in falscher Sicherheit wiegen und ermuntert werden, sich sorglos dem Elektrosmog auszusetzen“, so ÖKO-TEST-Berater Wolfgang Maes. Beim Kuma-Chip von Sanacell wird zudem angegeben, er wandle die Strahlen in „positive Frequenzen um, die dem Körper sogar nutzen“. Dies hält Maes für ganz besonders fragwürdig. Der beste Schutz sei es, möglichst wenig drahtlos zu telefonieren.“

Quelle: ÖKO-TEST Magazin 4/2004

Bereits im ÖKO-TEST-Magazin 3/99 wurden die Messergebnisse des Baubiologen Wolfgang Maes veröffentlicht. Er nahm 22 „Neutralizer“ und ähnlichen Humbug unter die Lupe: das Ergebnis war eindeutig – es gibt keine Abschirmwirkung bzw. Harmonisierung von Strahlung, das ist physikalischer Unfug!
Jaaa…!, der Gabriel-Chip wurde ja auch erst 2004 (?) entwickelt. Aber die Patente, auf denen der Chip beruht, sind Ideen, aber keine echten Technologien. Schreibt doch Gabriel Tech auf ihren Seiten selber:

Weder das Wirkprinzip, noch die Herstellungstechnologie noch eine positive Wirkung auf das gesundheitliche Wohlbefinden sind bisher allgemein wissenschaftlich anerkannt. Dasselbe gilt für die der GabrielAqua-Technologie.

Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass die klangoptimierende Wirkung der Gabriel-Technologie nicht allgemein wissenschaftlich anerkannt ist.

Und auch auf seltenheitswertig.jimdo.com wird hingewiesen:

Das Messverfahren im Dual-Feld und deren Verrechnung ist nicht allgemein wissenschaftlich anerkannt.

(Siehe ausführlicher unter der Zwischenüberschrift: „Geophysikalische-Forschungs-Gruppe e.V. –> gfgev.com„)

Über die ganzen weiteren esoterischen Ausführungen wie „Verwirbelungen im physikalischen Umfeld“ und „Funknetze entstören“ auf der Website soll an dieser Stelle gar nicht weiter eingegangen werden; es wird langweilig… Eines ist dennoch zu bemerken:

Gemäß der Gabriel-Philosophie folgen wir der klassischen Wirkungskette und dem logischen Denkansatz: Verändern sich kontinuierlich physikalische Gegebenheiten, hat das Auswirkungen auf biologische Zellsysteme. Sicherlich nicht bei jedem und sicherlich in völlig verschiedenen Dimensionen.

Bemerkt man hier den Widerspruch des Gesülzten…?
„Sicherlich nicht bei jedem und sicherlich in völlig verschiedenen Dimensionen.“ – was ist das für ein „logischer Denkansatz“ und für eine „klassische Wirkungskette„?! Wissenschaftliche Ergebnisse sind reproduzierbar, und die Gabriel-Tech gibt ja quasi selber zu, dass eben nicht nach wissenschaftlichen Standards gearbeitet wird! Ansonsten hätte man wissenschaftliche überprüfbare Ergebnisse und Produkte. So geht man mit hohlem Geschwafel auf Dummenfang!

Also, nix „Wissenschaft“, „Technologie“, „amtlicher Wirknachweis“ und noch manches blabla. Schaltet lieber möglichst die Freisprech-Funktion ein, um das Handy nicht direkt an den Kopf halten zu müssen. Denn eines soll hier noch klar gestellt werden; wir verneinen nicht die möglichen Auswirkungen starker (Handy-)Sender (!) auf Gesundheit und Wohlbefinden! Aber wir haben etwas dagegen, wenn Menschen verschaukelt und abgezockt werden! Angst ist seit jeher ein gutes Geschäft und ein schlechter Berater!

Spezial-Beitrag zur eigenständigen, eigenverantwortlichen und kostenlosen Vermeidung von Elektrosmog!

Anmerkung: Hat noch jemand unserer LeserInnen den vollständigen Textauszug aus dem ÖKO-TEST Magazin 4/2004?
Meldet euch bitte unter: E-Mail-Adresse

Das gabrielachipsy-Team

Zertifizierung durch den TÜV SÜD

Liebe LeserInnen,

auf der Gabriel-Seite (gabriel-solution.com/zertifizierung-durch-den-tuv-sud) wirbt der Chip-Hersteller mit einer“Zertifizierung durch den TÜV SÜD“.

Bitte lesen Sie genau, WAS sich die Gabriel Tech GmbH hat zertifizieren lassen! Nämlich NICHT die Wirksamkeit des Chips sondern ihr Qualitätsmanagement! Dies ist absolut keine Aussage darüber wie und vor allem ob der Chip funktioniert!

Der TÜV SÜD hat dazu ein eigenes Statement abgegeben:

Dazu eine Richtigstellung des TÜV:

„Das TÜV-Siegel etwa bescheinigt dem Aufkleber nur, dass er keine anderen Endgeräte stört. „Eine Prüfung der Produktleistung wurde von uns nicht durchgeführt. Ebenso wenig fand eine Zertifizierung für dieses Produkt statt“, erläutert Kristina Wegner vom TÜV Süddeutschland. „Es ist nicht unser Anliegen, über Bauernfängerei oder nicht zu urteilen.“ Der TÜV habe lediglich die elektromagnetische Unverträglichkeit überprüft. Kunststück, amüsiert sich der Strahlen-Experte Jiri Silny von der Technischen Hochschule Aachen: Bei einem Chip, der nichts bewirke, sei es kein Wunder, dass er keine anderen Geräte störe.“    Quelle:„Zeit-Online“

Zitat zu diversen „Abschirmprodukten“:

„Mit der gewählten Verkaufs- Schiene, verbunden mit Botschaften der Angst und Desinformation, glauben die Vertreiberfirmen offenbar eine Goldgrube entdeckt zu haben. Bei den Werbeveranstaltungen werden die Behauptungen der meist schlecht informierten Verkäufer durch Gutachten zweifelhafter „Institute“ wie der sogenannten „Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung“, auf die bei kritischen Fragen verwiesen wird, gestützt“.  Zitat aus: „Betrug durch Abschirmmatten im Schlafbereich“ (INNENRAUM MESS- & BERATUNGSSERVICE; Gütezeichen(?) IGEF)

„Vorsicht bei Abschirmprodukten“ (Zitat: „Betrügerische Gutachten“….the worthless IGEF Cetrificate)

Offensichtlich tummeln sich hier nicht als Prüflabor akkreditierte Institute mit nicht „nachvollziehbaren“ Qualitätsaussagen.

Siehe  auch: „Abschirmprodukte“

Quelle: eggbi.eu/beratung/produktinformationen-guetezeichen/

„Kritik an Entstörungsprodukten für Mobilfunk – Geschäfte um jeden Preis?“

An dieser Stelle lassen wir – anstatt Kaufleute – doch besser einmal promovierte Biologen, Chemiker und Ingenieure zu Wort kommen!

Der Gabriel-Chip abermals in deutlicher Kritik

Quelle: gladiss.de/index.php/newsletter/9-newsletter-published/111-kritik-an-entstoerungsprodukten-fuer-mobilfunk

Für den selbstklebenden Gabriel-Chip wird aktiv geworben. Er kostet je nach Größe und Nutzung 35 bis 290 Euro, manche noch mehr. Davon braucht man einen fürs Handy, den nächsten fürs DECT-Telefon, den nächsten für WLAN, für Babyphone, Metallbetten, Wasserbetten, Sicherungskästen, Elektroherde, Fußbodenheizungen, Notebooks, Bildschirme, Autos, sogar Festnetztelefone. Hier und da braucht man drei für einen Zweck, z.B. für den PC oder fürs Auto. Gabriel spricht von „Glättung der Feldkohärenzmuster“ und „Neutralisierung der Gehirnwellen.“
Der Einsatz sei „bei der handybegeisterten Jugend besonders sinnvoll“.

Die kleinen Plastikaufkleberchen, vom Hersteller „strukturmodifizierte Folien-ROMs“ genannt, möchten, wie die vielen Mitbewerber auf dem reich gedeckten Tisch des Entstörmarktes, die „Elektrostrahlung unschädlich machen“ und „gesundheitliche Nebenwirkungen verhindern.“

Fest steht: Der Elektrosmog ist nach wie vor voll da, trotz Gabriel. Dr. Walter Medinger, einstiger Leiter des Umweltschutzamtes in Linz und zugleich Vorsitzender der „Gabriel-Forschungsgesellschaft“, meint, die „Vektorpotentiale des Erdmagnetfeldes“ würden durch den Elektrosmog „überlagert“ und auf diese Weise „unverzichtbare Körperfrequenzen gelöscht“, der Aufkleber bewirke „die Harmonisierung der Feldlinien“. Medinger sieht in Gabriel die „Rettung für unser Magnetfeld“. Ab sofort wirbt Gabriel dank Medinger mit „amtlich bestätigt“. ‚Matrix3000‘, die „Zeitschrift für neues Denken“, kündigt an, das bunte Aufkleberchen zu testen. In der folgenden Ausgabe das Ergebnis: Eine Redaktionsmitarbeiterin klebte es auf ihren PC und Bildschirm, und zack, schon ging es ihr besser. Das war der Test. Dann der Startschuss zu wissenschaftlichen Versuchen im Gabriel-Auftrag, mehrere Institute waren beteiligt.

Medizin-Physiker und EEG-Experte Dr. Lebrecht von Klitzing war Kopf der Studie und fand nach mehreren Tests: „Gar nichts“. Von einem anderen teilnehmenden Institut kommt ein angeblich positives Ergebnis, das landet sofort mit Ausrufezeichen garniert auf den Gabriel-Internetseiten; der Chip zeige Effekte, so der Institutsleiter, wer wohl: Unterschrift Dr. Walter Medinger. Von Klitzing wurde als Studienchef abgelöst, von wem wohl: Medinger. Für die ‚FAZ‘ sind Gabriel-Chips „Purer Unfug“. ‚Die Zeit‘ spricht von „Abzockern der Ängstlichen“. ZDF-Magazin ‚WISO‘: „Die Folie schützt nicht vor Handystrahlung.“ ARD-Ratgeber ‚Geld‘: „Gabriel-Chip wirbt mit TÜV-Zertifizierung, eine solche hat es nie gegeben.“ Prof. Dr. Jiri Silny von der RWTH Aachen nahm die Entstörer unter die Lupe: „Die bringen gar nichts.“ Wir auch: wirklich nichts. Gut, dass man die Chips zurückgeben kann. Mehr hierzu ab Seite 626.

Auszug zum Thema
Entstörprodukte
aus dem Buch
Stress durch Strom und Strahlung
Baubiologie: Unser Patient ist das Haus – Band 1
Elektrosmog Mobilfunk Radioaktivität Erdstrahlung Schall Licht
von Wolfgang Maes
in Zusammenarbeit mit Dr. Dipl.Biol. Manfred Mierau, Dr. Dipl.Chem. Thomas Haumann,
Dipl.Ing. Norbert Honisch und Dipl.Ing. Helmut Merkel
Verlag Institut für Baubiologie+Ökologie Neubeuern IBN
6. Auflage 2013, 1111 Seiten
ISBN-Nr. 978-3-923531-26-4