Die Anmaßung eines Sachverständigen des BDSF für Elektrosmog

Haben „Sachverständige für Elektrosmog“ des BDSF jetzt automatisch auch Sachverständnis und Befugnisse in juristischen Angelegenheiten?

Im Jahre 2016 wurde der Geschäftsführer der Gabriel Tech GmbH, Gerd Lehmann, mehrfach freundlich gebeten, die persönlichen Verunglimpfungen auf deren Internetseite (gabriel-technology.de/aktuelles/kritiker/kritiker-aus-dem-netz/) dauerhaft zu löschen. Dies wurde bislang noch ohne rechtliche Konsequenzen abgelehnt. Ein sehr wichtiges Marketing der Gabriel-Hersteller scheint also zu sein, „Kritiker aus dem Netz“ öffentlich bloßzustellen; quasi als Wirknachweis, denn wenn eine Handvoll Kritiker, zumindest scheinbar, unrecht hat, muss das Produkt gut sein! – Hat man solches Geschäftsgebahren etwa schon jemals erlebt?

Am 20.10.2016 wurde per E-Mail an Gerd Lehmann ein weiteres Mal die Löschung der ungesetzlichen Äußerungen erbeten. Am 04.11.2016 antwortete jedoch nicht Herr Lehmann, sondern Herr Harry Roos. Roos ist „Sachverständiger für Elektrosmog“ und arbeitet für die Gabriel Tech GmbH. Was hat aber Herr Roos mit juristischen Angelegenheiten zu tun?

Roos ist Vereinsmitglied des „BundesVerband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter e.V. (BDSF). Unklar ist bislang, ob Roos sich dem BDSF Ehrenkodex verpflichtet hat. Sollte dies der Fall sein, drohen Roos ernsthafte Konsequenzen. Auf die einzelnen Punkte des BDSF Ehrenkodex näher einzugehen ersparen wir uns an dieser Stelle, dies überlassen wir der Presse. Der Fall wurde bereits dem BDSF angezeigt, mit Bitte um eine Stellungnahme. Es wird kaum im Interesse des Bundesverbandes liegen, dass derartige Unhöflichkeiten und Kompetenzüberschreitungen mit eindeutigem geschäftlichen Hintergrund überhaupt geschehen, geschweige denn öffentlich werden. Diese niveaulose, unfreundliche Art und Weise, als „Sachverständiger“ rechtliche Konsequenzen anzudrohen, ist ein weiteres schweres Indiz für die Unseriösität des Unternehmens, für das Roos sich verkauft.

In dem Beschwerdeschreiben an den BDSF wurde übrigens die Bitte geäußert, unabhängige Ingenieure die Gabriel-Chip-Patente prüfen zu lassen. Schauen wir mal, ob und was dabei herauskommt… (s. den Beitrag Der BDSF und sein Sachverständigen-Pfuscher Harry Roos.)

Im Folgenden steht der originale Wortlaut sowie ein Screenshot der E-Mail von Roos an Herrn Beck.

Sehr geehrter Beck,

sehr geehrte Gabrielachipsy,

da wir im Moment sehr angespannt sind und wenig Zeit gefunden haben Ihnen zu antworten,

möchten wir das aber gerne heute nachholen.

Mehr oder weniger haben wir auf solch eine Reaktion von Ihnen gewartet. Können Sie sich im entferntesten

Sinne vorstellen was Sie mit Ihrem Tun in 2004 und auch jetzt in 2016 bei uns für einen Schaden angerichtet haben,

dafür werden Sie sich rechtlich verantworten müssen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Harry Roos

 

Sachverständiger für Elektrosmog-Analyse

Sachverständiger für Elektrosmog-Messtechnik

 

Screenshot zum Vergrößern anklicken

2016-11-05-12_25_19-re_-kritiker-aus-dem-netz
Die Anmaßung eines Sachverständigen des BDSF für Elektrosmog

Nachtrag:

Mit Erlaubnis Herrn Becks versucht das gabrielachipsy-Team nachfolgend eine Analyse der E-Mail Roos‘, damit besser verstanden werden kann, worum es eigentlich geht.

Also, Roos schreibt Beck eine E-Mail. Roos ist Sachverständiger des Bundesverbandes Deutscher Sachverständiger und Sachgutachter e.V., – mit Bundesadler! Dies macht schon mal einen hochoffiziellen (einschüchternden?) Eindruck. Roos leitet ein: „…da wir im Moment sehr angespannt sind…„, – das hört sich nach wichtigen und dringlichen Sitzungen an, zumindest kann man es so interpretieren. Für was sonst ist diese Information an Beck nötig…? Und als Ergebnis erlaubt sich Roos schließlich, Beck juristische Konsequenzen anzudrohen.

Unser Resümee:

  1. was hat Roos als „Sachverständiger“ mit solchen Angelegenheiten zu tun hat?
  2. wer hat Roos dazu angestiftet, diese E-Mail zu schreiben? (Roos ist ja lediglich Vereinsmitglied beim BDSF und Angestellter freier Mitarbeiter der Gabriel-Tech)
  3. wurde also versucht, Beck auf gerissene Art und Weise einzuschüchtern oder gar zu erpressen (z.B. seine Inhalte auf diesem Blog zu löschen?) ?

Habt ihr noch Ideen zu unserer Hypothese, liebe Leserinnen, liebe Leser?

das gabrielchipsy-Team


Nachtrag 01.02.2017

Nach der Beschwerde an den BDSF vom 04.11.2016 erhielt R. Beck folgende Nachricht aus dem BDSF Sekretariat:

Wir werden Ihrer Beschwerde gegen unser Mitglied Hr. Roos nachgehen. Bitte beziffern Sie uns hierzu klar, welche Verstöße gegen den BDSF Ehrenkodex vorliegen.

Hier folgt nun die Antwort Becks:

Sehr geehrte Frau […],

vielen Dank für die Annahme meiner Beschwerde. Gerne übermittle ich Ihnen hiermit eine ‚klare Bezifferung der Verstöße‘ gegen den Ehrenkodex von Herrn Roos. Jedoch interessiert mich auch der Standpunkt des BDSF zum von mir angeführten Sachverhalt.

Zunächst einmal stand ich mit Herrn Roos bislang in keinerlei geschäftlicher oder privater Verbindung. Herr Roos sah sich aus mir bisher unerklärlichen Gründen veranlasst, mir auf eine E-Mail zu antworten, die ich persönlich an den Geschäftsführer der Gabriel Tech GmbH, Gerd Lehmann,  richtete, und zwar in einer juristischen Angelegenheit, die schon seit Monaten andauert. Es geht, kurz gesagt, um die öffentliche Diffamierung meiner Person auf einer Internetseite der Gabriel Tech (ich wurde nie angeklagt noch verurteilt). Mir ist absolut unklar, was Herr Roos als „Sachverständiger für Elektrosmog“ damit überhaupt zu tun hat, und eigentlich verstehe ich seine E-Mail eher als Versuch einer Einschüchterung. Und daraus ergeben sich z. T. nach meinem Dafürhalten auch die Verstöße gegen den Ehrenkodex des BDSF. Vor allem aber steht die E-Mail Herrn Roos‘ an mich in einem klaren geschäftlichen Zusammenhang, was alleine ihn schon als unabhängigen „Sachverständigen“ stark in Zweifel zieht. Herr Roos ließ sich dazu hinreißen, eine emotional-motivierte E-Mail an mich zu richten, um auf unlautere und respektlose Art und Weise Partei für seinen Auftraggeber zu ergreifen; das ist nicht neutral! (§ 5 Abs. 1 RDG findet hier keine Anwendung!)
Zu den einzelnen Punkten:

UNABHÄNGIGKEIT UND NEUTRALITÄT

» schriftliche und mündliche Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen zu erstatten
Als Beschäftigter bei der Gabriel Tech GmbH wird es die Sache Herrn Roos sein, Gutachten für die Firma zu erstellen. Es liegt nahe, das es sich um die umstrittenen Produkte der Firma handeln muss. Wurde der Punkt von Herrn Roos nach bestem Gewissen erfüllt? Wenn man die Patente der Gabriel Tech GmbH studiert hat, wird man zugeben müssen, das diese niemals Grundlage der Hochtechnologie sein können, von der gern geredet wird.

Wenn die Patente unanfechtbar sind, braucht man keinen Gutachter, allenfalls für ‚öffentlichkeitswirksame‘ Arbeit. Oder für was erstellt Herr Roos Gutachten? Tangieren wir hier den Punkt » private und geschäftliche Handlungen zu trennen, insbesondere keine Aufträge anzunehmen, durch die ein Beteiligter oder ein naher Angehöriger einen persönlichen Vorteil erlangen könnte ?

» Abhängigkeiten von Auftraggebern zu vermeiden, oder – soweit dies nicht möglich ist – diese gegenüber Dritten offenzulegen – Inwiefern bestehen hier Abhängigkeiten von der Gabriel Tech GmbH, in Bezug auf die Beantwortung meiner E-Mail an Herrn Lehmann durch Herrn Roos, die ganz eindeutig am Thema ‚Elektrosmog‘ vorbei geht? Tangieren wir hiermit auch den Punkt » keine Vergünstigungen in Form von Geld-, Sachzuwendungen oder Dienstleistungen anzunehmen, wenn dadurch der Verdacht einer Befangenheit entstehen könnte (sowie den letzten Punkt in der Rubrik)?

AUFTRAGSABWICKLUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG

» jeden Auftrag vor der Annahme zu prüfen und Aufträge nur dann anzunehmen, wenn die entsprechende Erfahrung und Sachkunde vorliegt – hier verweise ich erneut auf die Gabriel-Patente! Wenn Herr Roos schon meint, mir juristische Konsequenzen androhen zu müssen, dann darf ich wohl erwarten, dass er mir als Sachverständiger mit entsprechender Erfahrung und Sachkunde darlegt, worin der Irrtum besteht, was die Zweifel an den Patenten angeht. Solches Verhalten kenne ich seit vielen Jahren; es wird stets gedroht, aber nie auf fachlicher und sachlicher Ebene argumentiert, genauso wie Herr Roos nun in diesem Fall.

» die eigene Entscheidungsfreiheit in der Durchführung dienstlicher Aufgaben stets zu gewährleisten
Warum verbringt ein Sachverständiger, der sich fachlich mit einem Thema auseinander zu setzen hat, seine Zeit damit, sich mit Dingen auseinander zu setzen, die ihn definitiv nichts angehen, denn sie sind auf seinen Auftrag bezogen komplett themenfremd? Herrn Roos sehe ich somit beauftragt, angestiftet, und nicht in „Entscheidungsfreiheit“ handelnd. Dies kann er nur themenbezogen, das heißt in Bezug auf Elektrosmog. Als Sachverständiger hat man ein Motiv für sein Handeln als solcher, jedoch nicht als Korrespondent in einer Angelegenheit, die ihn weder fachlich noch persönlich betrifft!

» nicht in unfairer oder unlauterer Weise am Markt aufzutreten und zu werben
Als Sachverständiger für den Bundesverband drohen zu wollen, unsachlich und ohne fachlichen Bezug, nenne ich ganz klar unfair und einen unlauteren Einschüchterungsversuch!

Dies alles zusammen verstößt aus meiner Sicht deutlich auch gegen den letzten Punkt » das Ansehen des Berufsstandes und des Bundesverbands nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern – Inwieweit war Herr Roos hier insgesamt förderlich? Der Ehrenkodex vermittelt aus guten Gründen eine bestimmte Ethik zum Handeln. Diese Ethik sehe ich in der Handlung Herrn Roos‘ gegen mich deutlichst verletzt. Warum er das unsittliche Verhalten seines Auftragsgebers offensichtlich gutheißt, gehört zwar nicht unbedingt zum Thema, ist jedoch sehr zu bedauern

Mit besten Grüßen und bestem Gewissen, Ihnen dienlich gewesen zu sein
Ralf W. Beck

Die Antwort des BDSF am 12.12.2016

Wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 04. und 10.11.2016.

Nach einer Untersuchung des Sachverhalts und einer Befragung des Sachverständigen, konnte von unserem Beschwerde Gremium kein Verstoß gegen ein Gesetz oder den BDSF Ehrenkodex festgestellt werden.

Da uns lediglich die Aussagen beider Parteien vorlagen und eine konkrete Überprüfung des Sachverhalts für uns nicht möglich ist, kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass kein Fehlverhalten vorliegt.

Grundsätzlich muss hier jedoch angemerkt werden, dass Sie nach Ihren eigenen Aussagen – in keiner geschäftlichen oder privaten Beziehung zum Sachverständigen Roos stehen. Insbesondere ist Herr Roos in diesem Fall nicht als Sachverständiger tätig. Der BDSF Ehrenkodex bezieht sich jedoch ausschließlich auf Sachverständige und deren Tätigkeit als Gutachter.

Selbst wenn die Aussagen oder Ausführungen von Herrn Roos in diesem Fall unrichtig, beleidigend oder irreführend sind, stehen Sie nicht mit seiner Tätigkeit als Sachverständiger in Verbindung. Die eigentlichen Differenzen dürften auch nicht mit Herrn Roos, sondern Herrn Lehmann und dessen Unternehmen stehen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir weder das Unternehmen Gabriel Tech, noch dessen Produkte kennen und entsprechend auch keine Aussagen darüber treffen können.

Eine Lösung Ihrer Differenzen wird sich nur durch ein offenes Gespräch oder auf dem Rechtsweg klären lassen.

Am 17.12.2016 erhielt der BDSF verifizierbare Informationen über die fachliche und unzumutbare Inkompetenz von Roos sowie zum dubiosen Geschäftsgebaren der Gabriel-Tech GmbH, mit der Roos in engster geschäftlicher Verbindung steht. Die lapidare, desinteressierte Antwort des BDSF vom 25.01.2017:

Wir halten an unseren Ausführungen in unserer E-Mail vom 12.12.2016 fest.

Das Ergebnis dieser bornierten Erwiderung war schließlich unser Beitrag Der BDSF und sein Sachverständigen-Pfuscher Harry Roos.

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2 Gedanken zu “Die Anmaßung eines Sachverständigen des BDSF für Elektrosmog

  1. Wer das Konstrukt um die Gabriel-Technologie kennt, den wundert nichts mehr. Harry Roos nun im Mantel eines „seriösen“ BDSF Gutachters mit unterzeichnetem Ehren-Codex (laut BDSF Suchfunktion). Also nun eine „neutrale Tätigkeit“ mit Trennung von Geschäft und Vertrieb ?!? Und das alles ohne physikalisches Wissen! Als der „eigentliche“ Produzent der Gabriel-Technologie! Jeder, der einmal Kontakt mit der Gabriel-Tech hatte, weiss das H.Roos sein Wissen von Franz Gabriel gelernt hat, die heutigen Produkte selbst entwickelt, irgend eine Wirkung unter dem Mäntelchen der GFG „misst“ und der wahre Entscheider für eigentlich alles ist. Der nette Geschäftsführer Lehmann darf/muss zwar offiziel unterschreiben und an sonsten natürlich auch fleißig zahlen.

    Zur GFG: Geophysikalische-Forschungs-Gruppe – also eine Gruppe von Leuten mit physikalischem Fach- und Sachverstand? Leider nein! Nur ein Prof. Rothe als Zugpferd mit tollem Wasser-Fachwissen. Ob ihm bewusst ist, wofür er mit der GFG tatsächlich den Kopf hinhält?

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