„Kritik an Entstörungsprodukten für Mobilfunk – Geschäfte um jeden Preis?“

An dieser Stelle lassen wir – anstatt Kaufleute – doch besser einmal promovierte Biologen, Chemiker und Ingenieure zu Wort kommen!

Der Gabriel-Chip abermals in deutlicher Kritik

Quelle: gladiss.de/index.php/newsletter/9-newsletter-published/111-kritik-an-entstoerungsprodukten-fuer-mobilfunk

Für den selbstklebenden Gabriel-Chip wird aktiv geworben. Er kostet je nach Größe und Nutzung 35 bis 290 Euro, manche noch mehr. Davon braucht man einen fürs Handy, den nächsten fürs DECT-Telefon, den nächsten für WLAN, für Babyphone, Metallbetten, Wasserbetten, Sicherungskästen, Elektroherde, Fußbodenheizungen, Notebooks, Bildschirme, Autos, sogar Festnetztelefone. Hier und da braucht man drei für einen Zweck, z.B. für den PC oder fürs Auto. Gabriel spricht von „Glättung der Feldkohärenzmuster“ und „Neutralisierung der Gehirnwellen.“
Der Einsatz sei „bei der handybegeisterten Jugend besonders sinnvoll“.

Die kleinen Plastikaufkleberchen, vom Hersteller „strukturmodifizierte Folien-ROMs“ genannt, möchten, wie die vielen Mitbewerber auf dem reich gedeckten Tisch des Entstörmarktes, die „Elektrostrahlung unschädlich machen“ und „gesundheitliche Nebenwirkungen verhindern.“

Fest steht: Der Elektrosmog ist nach wie vor voll da, trotz Gabriel. Dr. Walter Medinger, einstiger Leiter des Umweltschutzamtes in Linz und zugleich Vorsitzender der „Gabriel-Forschungsgesellschaft“, meint, die „Vektorpotentiale des Erdmagnetfeldes“ würden durch den Elektrosmog „überlagert“ und auf diese Weise „unverzichtbare Körperfrequenzen gelöscht“, der Aufkleber bewirke „die Harmonisierung der Feldlinien“. Medinger sieht in Gabriel die „Rettung für unser Magnetfeld“. Ab sofort wirbt Gabriel dank Medinger mit „amtlich bestätigt“. ‚Matrix3000‘, die „Zeitschrift für neues Denken“, kündigt an, das bunte Aufkleberchen zu testen. In der folgenden Ausgabe das Ergebnis: Eine Redaktionsmitarbeiterin klebte es auf ihren PC und Bildschirm, und zack, schon ging es ihr besser. Das war der Test. Dann der Startschuss zu wissenschaftlichen Versuchen im Gabriel-Auftrag, mehrere Institute waren beteiligt.

Medizin-Physiker und EEG-Experte Dr. Lebrecht von Klitzing war Kopf der Studie und fand nach mehreren Tests: „Gar nichts“. Von einem anderen teilnehmenden Institut kommt ein angeblich positives Ergebnis, das landet sofort mit Ausrufezeichen garniert auf den Gabriel-Internetseiten; der Chip zeige Effekte, so der Institutsleiter, wer wohl: Unterschrift Dr. Walter Medinger. Von Klitzing wurde als Studienchef abgelöst, von wem wohl: Medinger. Für die ‚FAZ‘ sind Gabriel-Chips „Purer Unfug“. ‚Die Zeit‘ spricht von „Abzockern der Ängstlichen“. ZDF-Magazin ‚WISO‘: „Die Folie schützt nicht vor Handystrahlung.“ ARD-Ratgeber ‚Geld‘: „Gabriel-Chip wirbt mit TÜV-Zertifizierung, eine solche hat es nie gegeben.“ Prof. Dr. Jiri Silny von der RWTH Aachen nahm die Entstörer unter die Lupe: „Die bringen gar nichts.“ Wir auch: wirklich nichts. Gut, dass man die Chips zurückgeben kann. Mehr hierzu ab Seite 626.

Auszug zum Thema
Entstörprodukte
aus dem Buch
Stress durch Strom und Strahlung
Baubiologie: Unser Patient ist das Haus – Band 1
Elektrosmog Mobilfunk Radioaktivität Erdstrahlung Schall Licht
von Wolfgang Maes
in Zusammenarbeit mit Dr. Dipl.Biol. Manfred Mierau, Dr. Dipl.Chem. Thomas Haumann,
Dipl.Ing. Norbert Honisch und Dipl.Ing. Helmut Merkel
Verlag Institut für Baubiologie+Ökologie Neubeuern IBN
6. Auflage 2013, 1111 Seiten
ISBN-Nr. 978-3-923531-26-4

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