Das Patent

Öffentlicher Aufruf an die Presse!

Sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten! Wenn Sie Interesse daran haben, über eine der größten Betrügereien der letzten ca. 18 Jahre zu recherchieren und zu berichten, geben wir Ihnen hiermit gerne die Gelegenheit, alles Material auf gabrielachipsy.wordpress.com dafür zu verwerten und auszuwerten. Das so lange beinahe unbemerkt die kriminellen Geschäfte der Gabriel-Tech GmbH in solch einem Umfang stattfinden konnten, ist schlichtweg ein Skandal. Über eine aufklärende Berichterstattung würden wir uns sehr freuen. Es geht uns nicht um unseren Namen, sondern ausschließlich um Aufklärung, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit! Bei Fragen zu bestimmten Sachverhalten oder Unklarheiten kontaktieren Sie uns gerne!

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Das Gabriel-Chip-Patent AT 409 930 B

Die Gabriel-Tech GmbH spricht immer wieder von wissenschaftlichen Forschungen und Nachweisen. Was jedoch ist die Grundlage ihrer „Wissenschaft“? Das höchst unwissenschaftliche Patent AT 409 930 B.

Patentbeschreibung:

“Anordnung und Verfahren zur Beeinflussung von metallischen oder Metallpulver oder Metallpigmente enthaltenden Folien bzw. Blättchen”

Wir zitieren:

Patent AT 409 930 B, Auszug
Patent AT 409 930 B

„Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Beeinflussung von metallischen Folien, welche Anordnung eine einzige Wicklung aus Metalldraht umfasst, die an ihrem einen Ende mit einem Erdungsanschluss (13) verbunden ist, wobei das andere Ende an die Erdleitung (5) und/oder an den Nullleiter (N) eines Stromversorgungs-systems angeschlossen ist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an dieses andere Ende eine erste Klemmeinrichtung (21) angeschlossen ist, die mit der eine maximale Dicke von O.5 mm aufweisende Folie (17) in elektrisch leitendem Kontakt bringbar ist, dass eine weitere an die Folie (17) anschließbare Klemmeinrichtung (23) vorgesehen ist, die über eine metallische Verbindungsleitung (26) an eine Metallplatte (19) angeschlossen ist und dass auf der Metallplatte (18) ein Behälter (20) angeordnet ist, der zumindest 200 ml von Radiästheten als rechtsdrehend bezeichnetes Wasser enthält.“

Auf der Website gabriel-technology.de/forschung/forschungshistorie/ lesen wir:

Franz Gabriel († 12.08.2009)
Naturforscher und Entwickler der ersten Generation Gabriel-Technologie

Franz Gabriel war es gelungen, bestimmte Träger-Materialien mit Informationen aus der Natur in ihrer molekularen Struktur zu modifizieren.

Und das war gelungen mit dieser Vorrichtung, mithilfe als „von Radiästheten rechtsdrehend bezeichnetes Wasser“?! DAS ist die Grundlage der „Gabriel-Technology Made in Germany“?! Man darf zumindest staunen über diese esoterische Wundertechnik …

Vor allem jedoch muss man sich die Frage stellen, was war denn nun „gelungen“? Diese esoterische Quacksalberei erzählt uns, dass es „gelungen“ war, mit „Informationen aus der Natur“  „bestimmte Träger-Materialien“ in ihrer „molekularen Struktur zu modifizieren„. Welche Informationen aus der Natur, welche Träger-Materialien, was genau für Modifikationen?

Dies als (Patent-) Grundlage für den Schutz vor technischer Handystrahlung zu verwenden, zu bewerben und zu verkaufen, ist zumindest mutig. Wahrscheinlich wachsen auch die Haare wieder, wenn man sich Hühnerk…. auf den Kopf reibt. Im Übrigen wird ein Patent nicht auf Wirksamkeit und Funktionalität geprüft; es beschreibt lediglich eine Idee.

Auch „rechtsdrehendes Wasser“ ist der größte Unfug; so etwas gibt es schlicht und ergreifend nicht und lässt sich deshalb auch nicht nachweisen bzw. messen.

Die Gabriel Tech GmbH schreibt über Franz Gabriel: „Er forschte in Kenntnis der vielfältigen Möglichkeiten der modernen Informations- und Kommunikationstechnik.“ Diesen Nonsens muss man sich einmal vergegenwärtigen; solch eine technisch fehlerbehaftete! (siehe weiter unten) Patentbeschreibung mit „moderner Informations- und Kommunikationstechnik“ zu vergleichen! Das ist keine Ingenieurskunst, sondern der Wunsch, mit solch läppischen Ideen auf leichte Art Geld  verdienen zu wollen.

Zusätzliche Informationen zum Patent

Das Patent AT 409 930 B ist übrigens nur eine Modifikation („Verbesserung“) bereits bestehender Patente.

Am 19.08.1986 melden Maria Hämmele und Ferdinand Hämmele ihre Erfindung zum Schutz vor geopathischen Strahlungen zum Patent (CH 671338 A5) an.
Herrn Franz Gabriel ist dieses »…Schutzgerät bekannt, das eine Spule aus Kupferdraht umfaßt, deren beide Enden kurzgeschlossen sind und gemeinsam mit einer Erdleitung des Stromversorgungssystems verbunden sind. Die Wirkung dieses Gerätes ist nicht optimal.« Wie wurde das festgestellt?

Also macht sich Franz Gabriel daran, die Wirkung des Gerätes zu „verbessern“. Als Ergebnis meldet er am 01.02.1991 seine Verbesserungen dem österr. Patentamt (AT 397 346 B).
Das erfinderische Verdienst Franz Gabriels besteht zusammengefaßt darin, die beiden Enden der Spule an jeweils eine Erdleitung (Masse) und an den Nulleiter
»…des die abzuschirmende(n) Räumlichkeit(en) versorgenden Elektro-installations- bzw. Stromversorgungssystems…« angeschlossen zu haben, was letztlich zu der verbesserten abschirmenden Wirkung geführt haben soll.

Dieses Patent wird nun von Franz Gabriel und Gabriele Gruber zu einer Vorrichtung ausgebaut, die ihre abschirmenden Eigenschaften auf die jetzt ins Spiel kommenden Metallfolien übertragen soll, und am 19.04.1999 ebenfalls zum Patent (AT 409 930 B) angemeldet (siehe Abb.).

Die laut zitiertem Patent AT 397.346 B abschirmende Anordnung (Fig.1) ist über »Verbindungsleitungen« (3′ u. 26) mit einem rechtdrehendes Wasser enthaltendem Behälter (»…vorzugsweise eine Glasflasche…«) (20) verbunden. Zwischen Anordnung und Wasserbehälter sind ebenfalls mittels Verbindungsleitungen zwei »Kontakteinrichtungen« (Klemmen 21 u. 23) angebracht, zwischen denen nun die zu präparierenden Folien (17) gespannt werden. Nun bedarf es einer längeren »Einwirkzeit« …zumindest 3 Stunden, vorteilhafterweise 4-5 Stunden… In dieser Zeit wirken sowohl die Spule 1 als auch das rechtsdrehende Wasser auf die Folien 17 ein und verleihen diesen Folien die entstörende bzw. die Störstrahlungen unterdrückenden Eigenschaften.)

Quelle: web.archive.org/web/20040918082317/http://www.welttheater.de/wort/essays/gabriel-chip-patent.htm


 

Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, das es ein weiteres Patent gibt, welches seine Grundlage aus dem Gabriel-Chip-Patent zieht: DE202004003563U1 vom 29.07.2004. In dieser Patentbeschreibung wird die technische Sicherheit des Gabriel-Patents hinterfragt:

Vorrichtung zur Abschirmung von Strahlung

Diese aus der österreichischen Patentschrift AT 409 930 B bekannte Anordnung umfaßt ebenfalls eine Spule, deren eines Ende mit der Erdleitung einer Steckdose in Verbindung steht und von dem Nullleiter und der Phase dieser Steckdose nur knapp beabstandet ist.

Diese aus der österreichischen Patentschrift AT 409 930 B bekannte Vorrichtung ist
ebenfalls schon deswegen äußerst nachteilig, weil sie zur Kontaktierung der Erdleitung einer Steckdose ein lebensgefährliches Manipulieren an einer Steckdose erfordert und ihr Einsatz daher gefährlich, umständlich und mit einem erheblichen konstruktiven und handwerklichen Aufwand verbunden ist.

Somit gibt es nachweislich einen technischen Fehler im Patent!

Dies ist für den Verbraucher nicht weiter von Bedeutung und soll hier nur ein kritisches Licht auf die technische Leistung der Gabriel-Patent-Vorrichtung werfen. Aber auch der Dipl.-Ing. für Nachrichtentechnik Fritz Jörn attestiert dem Patent technische Mängel, die ein Zeugnis dafür sind, dass Franz Gabriel von Elektrotechnik überhaupt keine blasse Ahnung hatte. Er war ein selbsternannter „Naturforscher“, was immer das sein soll. Fritz Jörn stellt weiter fest:

An den Erd- oder Nullleiter einer Steckdose (oder an eine Phase, dann aber nicht so richtig, sonst funkts) werden zwei Dinge angeschlossen:

Für uns ist die Spule ein paralleler Pseudostromkreis ohne Strom, für Franz Gabriel ein eigenes Patent (AT 397 346 B) »zur Abschirmung von beziehungsweise zum Schutz vor Erdstrahlen oder ähnlicher auf Organismen einwirkender Strahlung«.

Auch die anderen Auführungen sind sehr erhellend; sie verdeutlichen den esoterischen Blödsinn des sogenannten Patents. Spätestens jetzt versteht man auch, warum auf den Gabriel-Tech-Seiten seit Jahren nichts mehr über das Patent zu finden ist. Es ist wissenschaftlich unhaltbar und kann unmöglich als technische Grundlage für die Wirkung des Gabriel-Chips herangezogen werden. Dies allein reicht schon für eine Strafanzeige wegen Betrug.


 

Wir haben also insgesamt 3 Patente, die als Grundlage für den Gabriel-Chip dienen:

  1. Patent CH 671 338 A5 hier als PDF einsehbar
    Schutzgerät gegen geopathische Strahlungen„,
    quasi das Urpatent für alle folgenden Entwicklungen zum Gabriel-Chip
  2. Patent AT 397 346 B hier als PDF einsehbar
    Anordnung zur Abschirmung von bzw. zum Schutz vor Erdstrahlen„,
    Optimierung des 1. Patent
  3. Patent AT 409 930 B hier als PDF einsehbar
    Anordnung und Verfahren zur Beeinflussung von metallischen oder Metallpulver oder Metallpigmente enthaltenden Folien bzw. Blättchen„,
    die eigentliche Grundlage des Gabriel-Chip

Inwiefern hier von „Wissenschaft“ und „Techologie“ gesprochen werden kann, überlassen wir Träumern und Senilen.

Alle hier aufgeführten Patente (AT, CH und DE) kann man auch unter depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?window=1&space=main&content=einsteiger&action=einsteiger finden und sich als PDF anzeigen lassen.


 

Bislang befinden wir uns noch auf der Ebene „Gabriel Technology der Generation I“.

Die Ebene „Gabriel Technology der Generation II und III“ wird auf gabriel-technology.de/gabriel-technology/gabriel-technology-platform-der-geneartion-ii-und-iii/ beschrieben, mit dem Hinweis:

Die Wirkung der Gabriel-Technologie ist mit allen uns bekannten, in der Praxis üblichen Messmethoden nachweisbar, auch wenn einige Messverfahren noch nicht wissenschaftlich anerkannt sind.

In der Praxis üblich und gleichzeitig  (teils) wissenschaftlich nicht anerkannt…?

Hinzu kommt noch eine Patentanmeldung in den USA (bislang nicht genehmigt), welche auf gabriel-technology.de/ mitgeteilt wird (rechts unten). Es heißt:

Die Gabriel Technology ist in den USA als Patent angemeldet
(US Patent Pending).

→ Informationen zum „Patent Pending
Unseres Wissens nach bedeutet „Patent Pending“ ein Prüfverfahren und bedeutet nicht, das ein Patent tatsächlich existiert (bzw. bereits genehmigt wurde). Der Begriff wird zuweilen auch benutzt, um Nachahmer abzuschrecken. (s. de.wikipedia.org/wiki/Patent)

US-Patent auch in Europa gültig?

„natürlich ist die Wirkung eines Patents auf den Hoheitsbereich des Staates beschränkt, in dem es erteilt wurde.“

… wenn es denn erteilt wird …

Die Information also letztlich nur eine Blendgranate für zahlungsfreudige E-Smog-Phobiker…?

Die US-Patentbeschreibung finden wir unter:
gabriel-technology.de/gabriel-technology/patentbeschreibung/

Über Sinn und Unsinn der Formulierungen darf sich jeder sein eigenes Bild machen. Einen detaillierteren Bericht zum „US-Patent“ geben wir allen Interessierten auf unserer extra Seite gabrielachipsy.wordpress.com/das-gabriel-chip-patent/das-us-patent/.
Anfragen dazu an die Gabriel-Tech GmbH werden natürlich nicht beantwortet.


 

Zusammengefasst (siehe auch hier) können wir jedenfalls feststellen, und wir berufen uns damit ausschließlich auf die Hinweise der Gabriel-Macher selber, das es bis dato keine wissenschaftliche Anerkennung bzw. Grundlage gibt für:

  1. die Wirkungsweise bzw. das Wirkprinzip der Gabriel-Chips
  2. für die von der Gabriel-Tech GmbH behauptete gesundheitliche (Schutz-)Wirkung
  3. für den Herstellungsprozess der Chips
  4. für „einige“ Meßverfahren zum Nachweis der Wirkung der Gabriel-Technologie

 

Wir bitten nun um eure sachkundigen Kommentare und Hinweise! Bitte an dieser Stelle keine Beleidigungen, keine persönlichen Auseinandersetzungen und Herabsetzungen. Wir erwarten hier eine offene und ehrliche Diskussion, und zwar auf möglichst ausschließlich fachlicher Ebene, d.h. keine „Begründungen“ mit irgendwelchen subjektiven Erfahrungen, keine Vermutungen, keine unbewiesenen Behauptungen, keine „wissenschaftlichen Anerkennungen und Nachweise“, die es nicht wirklich gibt, o.ä.

Wir brauchen heute an dieser Stelle keinerlei Diskussionen mehr zu führen! Inzwischen ist genügend Material gesammelt worden, das ausreichend ist, um den Gabriel-Chip als das zu entlarven, was er ist; reine Abzocke, reiner Betrug, mit vollster Absicht vollzogen an allen, die in irgendeiner Weise beteiligt in den Geschäften von Lehmann und Roos waren oder hineingezogen werden sollten. Seit ca. 2009 wurden von gutgläubigen Menschen, Kunden, interessierten und aufgeschlossenen Menschen, Gelder in betrügerischer Weise abkassiert. Dies muss und wird Konsequenzen haben!

Nachtrag 02.02.2017
das gabrielachipsy-Team

letzte Aktualisierung: 09.02.2017

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